Cooperation - Ein dynamischer TREND auf ERFOLGS-Kurs!

"SmartCoop" - heißt "intelligent cooperieren". Das bringt sofort die Frage auf: "Gibt es auch Cooperation, die nicht "intelligent" ist. Bewusst auf "Intelligenz" beim Cooperieren zu verzichten, wäre wohl "Un-Sinn". Aber "unbewusst" - so stellen wir oftmals fest - werden wichtige Elemente schlichtweg vergessen. Und: Oft sind es genau die Elemente, die das ausmachen, was man als die (entscheidende) WirKraft bezeichnen könnte. Wir nennen dies die "WirKraft-Werke"". Dazu gehören z.B. Vertrauen - TeamGeist -Partizipation - Kommunikation - Zielklarheit - Nachhaltigkeit - SelbstVerantwortung - Faszination ... Man kann dazu durchaus sagen, dass es sich um WERTE handelt, die MENSCHEN lieben ...
Zum Thema SmartCoop und WirKraft-Werke informiert auch die Homepage des MMW Bundesverbandes der Cooperationswirtschaft e.V.

2018-01-13

CoopGo – Die kooperative Bewegung in Deutschland


Unser Land braucht einen kooperativen Aufbruch

Wenige Zahlen zeigen überzeugend:

·         Deutschland ist ein Land der Kooperationen – man könnte durchaus von „CoopLand“ sprechen

Wer jedoch die Programme der größeren politischen Parteien anschaut, hat den Eindruck, dass diese Situation kaum zur Kenntnis genommen wird. Irgendwie scheint die „Normalität“ darin zu bestehen, dass „Konkurrenz“ die Grundlage ist, wie Menschen und Strukturen in Beziehung treten.

Aber die Zahlen sind „erdrückend“ deutlich „pro Coop“:

·         Mehr als 39 Millionen Menschen sind als Arbeitnehmer in diversen Unternehmensformen beschäftigt.
·         Etwa 36 Millionen Menschen sind – mindestens in einem Verein Mitglied
·         Mehr als 21 Millionen Menschen sind Mitglied einer Genossenschaft
·         Fast 50 Millionen Menschen sind Mitglied in einer der beiden größten Kirchen und größeren – anerkannten Religionsgemeinschaften

Und hinzukommt, dass es derzeit keine wirkliche Orientierung in Richtung einer Veränderung zu mehr Kooperation zu geben scheint. Man gibt sich damit zufrieden, „Schadensbegrenzung“ zu betreiben, von substanzieller Veränderungs-bereitschaft ist wenig zu spüren.

Dabei befinden wir uns mitten in einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, an dessen Ende, wohl nur wenig von dem bestehen bleiben könnte, was uns heute bekannt ist und auf das Wirtschaft, Politik und alle Bereiche der Gesellschaft seit Jahren ausgerichtet sind.

Die kritischen Stimmen mehren sich, dass ein solcher Wandel für viele Menschen im Lande, (gleichermaßen junge und ältere), für wirtschaftliche Strukturen (besonders den Mittelstand), letztlich für das gesamte gesellschaftliche und politische Umfeld enorme Risiken und hohe Veränderungsbereitschaft erfordern.

Die kritischen Stimmen mehren sich ebenfalls, die sagen, dass die Instrumente von Konkurrenz und Gegeneinander künftig eher Probleme erzeugen werden, als lebenskonforme Lösungen anzubieten.

Immer mehr Wissenschaftler erkennen, dass Kooperation (Miteinander) – quasi auf ganz natürliche Weise, wie die Natur und unser Körper es zeigen – zugleich effizient und effektiv wirkt. Sie erkennen darin das „Potenzial der Zukunft“.

„CoopGo“ oder „Kooperation Jetzt“ oder „Zukunft im Miteinander“, wie immer man es auch bezeichnen mag, es sollte keine Zeit mehr versäumt werden, die „Bilder“ der neuen Gesellschaft entstehen zu lassen.

Dass sozusagen bereits – fast alle Menschen im Lande – kooperative Erfahrungen in kooperativen Strukturen gesammelt haben, ist ein ausgezeichnete Grundlage, zugleich einen kooperativen Umbau ins Auge zu fassen.

Und genau dort setzt CoopGo an:   

·         Unabhängig, überparteilich, quasi wie ein landesweites „Open-Source-Projekt“, das Bewusstsein zu schärfen, gemeinsam die „Bilder“ einer leistungsstarken, humanen, fairen und friedvollen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu entwickeln, deren Denken und Handeln in den Prinzipien von Miteinander und Füreinander verankert, fester Bestandteil sind.

 
Menschen wollen mehr „Miteinander“ statt „Gegeneinander“

Die Meinung der Menschen in unserem Lande geht seit einiger Zeit sehr konsequent in Richtung einer gesellschaftlichen Struktur des „Miteinanders“.
Immer mehr Menschen spüren, dass „Gegeneinander“ (Konkurrenz) nicht mehr stimmig ist. Umfragen – aus unterschiedlichen Bereichen - belegen dies stabil und deutlich.
Menschen wünschen sich eine „Kultur des Miteinanders“ (Kooperation), nicht nur in der Wirtschaft, auch in Politik und allen Bereichen der Gesellschaft.

Die Öffentliche Meinung geht recht konsequent auf Kurs „Kooperation“. Dies heißt jedoch noch längst nicht, dass eine Gesellschaft des Miteinanders bereits zeitnah zu realisieren wäre. Es wird Schritte des Übergangs geben müssen, Zeiträume in denen ein geordneter Wandel ablaufen muss.

Doch es gibt bisher nur wenig „Bilder“ von dem, wie ein solcher Wandel faktisch erfolgen könnte. Zwar entstehen bereits wertvolle Vorbilder in kleineren Nischen, aber der Umbau einer hochtechnisierten, komplexen Wirtschaft ist etwas völlig anderes.

Zeitgleich vollzieht sich – auch in den bisher als Wettbewerb organisierten Bereichen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – ein (zusätzlicher) Wandel, der seines gleichen sucht. Begriffe wie Digitalisierung oder Arbeit 4.0 deuten an, was gemeint ist.

Die Konkurrenzgesellschaft steht vor tiefgreifenden Veränderung und quasi zeitgleich soll bzw. muss ein weiterer – vor allem technisch-technologische determinierter Umbau organisiert werden, sozusagen Umbau von einer Wettbewerbsgesellschaft zu einer Kooperationsgesellschaft auf höchstem technologischen Niveau. …


Das Neue erfordert ungewohnte Antworten 

Intelligente Unternehmer und Wissenschaftler sehen z.B. die Einführung eines Grundeinkommens als unabdingbar an, um sozialen Frieden dauerhaft zu gewährleisten. Parallel dazu wird massiv von Seiten der Politik dieses Thema ignoriert. Sprachlosigkeit und unfruchtbares Gegeneinander verhindern geeignete Lösungswege. Jetzt wäre Diskussion angesagt, um rechtzeitig über die besten Lösungen in Gespräche einzutreten. Eine wahrhaft kooperative Basis zu schaffen, die begehbare Brücken baut, statt unnötig Zeit mit dem Beharren auf „bröckelndem“ Terrain zu verschenken.

Die Situation zeigt beispielhaft, was es bedeutet, vom „Wettbewerbs-Modus“ in den „Kooperations-Modus“ zu wechseln. Das Traditionelle lässt scheinbar wenig Spielraum für zeitnahe Veränderungslösungen, und mögen diese auch noch so ratsam, wichtig und richtig sein.

Und dabei ist das Thema „Grundeinkommen“ – bei aller Bedeutung – nicht das Einzige oder gar am Schwierigsten lösbare Problem.

Das Thema zeigt jedoch sehr gut, wie wichtig jetzt eine Bewegung wäre, die jenseits aller parteipolitischen Positionen, losgelöst von Interessengruppen und einseitig verengtem Lobbyismus, sich grundlegend neuen Themen und Entwicklungen, unbefangen zuwenden könnte. …


CoopGo – Eine wertvolle Bewegung des Wandels

Um den Menschen – die durchaus berechtigten Ängste – vor tiefgreifenden gesellschaftliche Veränderungen zu nehmen, macht es viel Sinn, jetzt aufzuzeigen, dass dieser technisch-technologische Wandel zugleich mittels kooperativer Entwicklungen und Gestaltungen zu synchronisieren ist. Es macht für Menschen ganz offensichtlich einen erheblichen Unterschied, ob Veränderung inmitten eines Systems der Konkurrenz (Gegeneinander) oder eines Systems des Miteinanders (Kooperation) erfolgt.
Um dies zu gewährleisten, ist CoopGo weder eine Partei, noch ein Lobby-Verband, sondern eine Bewegung von Menschen und Institutionen. Was CoopGo von Anfang an eint ist, dass es einer starken, koordinierten, auf breiter Basis aufgestellten Bewegung bedarf, um in die verschiedensten Bereiche von Wirtschaft, Gesellschaft, Medien, Politik, etc. wirksam hineinzuwirken zu können.
CoopGo soll sozusagen ein Bindeglied für viele – durchaus unterschiedliche Gruppen, einzig der Idee verpflichtet, dass Kooperation die Grundlagen unserer Gesellschaft bilden kann und muss, um wahre Zukunftsfähigkeit, Lebensqualität, Freiheit und Menschlichkeit in unserem Lande entstehen zu lassen.
Die traditionellen Grundwerte von Genossenschaften und Vereinen, wie z.B. Selbstorganisation, Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstvertrauen können dafür wichtige – weil erprobte – Eckpfeiler sein.
Die Initiatoren der CoopGo-Bewegung bauen auf jahrelangen Erfahrungen in und mit kooperativen Strukturen auf.
Sie wissen deshalb auch, dass bereits jetzt nach kooperativen Grundlagen organisierte Institutionen und Unternehmen sich weiterentwickeln müssen. Dennoch können z.B. Genossenschaften – besonders international gesehen – durchaus wichtige Grundlagen für einen kooperativen Umbau in unserem Lande liefern. …
 

CoopGo -  Das Bestehende entwickeln und das Neue gestalten   

Genossenschaften könnten und sollten wichtige „Eckpfeiler“ darstellen, um diesen fundamentalen Wandel, der fast alle Bereiche der Gesellschaft erfassen wird, zu gestalten. Aber die etwa 8500 genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind bislang erst bedingt in der Lage, einen wirklich bedeutsamen Beitrag für einen kooperativen Wandel zu organisieren. Selbstkritisch müssen die genossenschaftlichen Verbände eingestehen, dass es z.B. so etwas wie eine mittelständische genossenschaftliche Unternehmensstruktur bisher außerhalb des Dienstleistungssektors kaum gibt. Aber genau solche – vor allem kleinere und mittlere Produktionsunternehmen als Genossenschaften wird es geben müssen, wenn man glaubhaft in Aussicht stellen will, dass Konkurrenz durch Kooperation – Step by Step – ersetzt werden soll und kann. Auch wenn man solche Fragen gern verdrängen würde: Selbst für die heutigen (Konkurrenz-)-Konzerne sollten kooperative Lösungen – längerfristig - nicht außer Acht bleiben.
„Mischlösungen“ könnten in vielen Bereichen der Wirtschaft zumindest interessante „Übergangs-Varianten“ darstellen. Beispiele könnten z.B. sein: Die derzeit Beschäftigten in einer AG oder GmbH könnten sich in einer „Unternehmens-Genossenschaft“ organisieren. Was genau eine solche Genossenschaft für eine Funktion hätte, wäre zu entwickeln und dürfte von Unternehmen zu Unternehmen anders sein. Wie so etwas letztlich zu realisieren wäre, könnte/müsste im Rahmen eines entsprechenden Gesetzes (Kooperationsgesetztes) näher beschrieben werden. Allein um ein solches Gesetz sinnvoll zu gestalten, bedarf es einer Menge Kreativität, Sachverstand und Einsichtsfähigkeit.
Nur wo kommt dieser „Sachverstand“ her, in einer Gesellschaft, die über Jahrzehnte in einem „Spielfeld“ namens Konkurrenz gewirkt und „trainiert“ hat?

Erinnern wir uns, welche Widerstände z.B. zu überwinden waren, um Mitbestimmung und Eigentumsrechte einsichtsvoll zu „harmonisieren“.  Letztlich wurde auch diese Hürde genommen und Mitbestimmung gesetzlich geregelt.

Für Vereine und andere potenzielle Kooperationsstrukturen (Kirchen, etc.) könnte durchaus die Verbindung von kooperativen Strukturen – wie z.B. Genossenschaften - von Interesse sein.  Wenn Vereine (zusätzlich) Genossenschaften gründen, könnten sich völlig neue Potenziale zur Mitgliederwerbung ergeben. So begänne sich ein System „WirKraft“ allmählich wirksam zu entfalten. Oder was spräche dagegen, wenn sich z.B. „Unternehmens-Genossenschaften“ – weitergehend - mit Vereins- bzw. „Kirchen-Genossenschaften“ intelligent vernetzen und daraus planvoll sukzessive eine „Kooperationsstruktur der 2.Stufe“ entstünde?
Viele Möglichkeiten sind bereits bekannt, einige bereits vorteil- und beispielhaft realisiert. So könnte recht zügig ein ganzer „WirKraft-Sektor“ entwickelt werden.  Wo ein Wille ist wird es auch (intelligente) kooperative Lösungen geben. Der Ideen gibt es gewiss viele, nur wären dafür die geeigneten  „WirKraft-Experten“ zu finden?

Das „CoopGo-Signet“ könnte helfen, um Beratergruppen - z.B.  Unternehmensberater, Steuerberater und Rechtanwälte -  zu animieren, sich kooperativ(er) auszurichten. Ein solches Symbol – verbunden mit den entsprechenden „WirKraft-Kompetenzen“ eröffnet neue Handlungsfelder und verspricht neue Kundenpotenziale.

Damit drängt sich – möglicherweise - förmlich ein neues Betätigungsfeld für CoopGo auf: Die Aus- und Weiterbildung für kooperative Strukturen, zumal wenn diese nicht in Form einer Genossenschaft tätig werden, was durchaus möglich sein sollte. Kaum jemand kann annehmen, dass Einrichtungen, wie Industrie- und Handwerkskammern die – per se - geeigneten Partner wären um entsprechende Dienstleistungen für kooperativ aufgestellten Startups oder „Unternehmen am Markt“ anzubieten. Sie mögen das „Konkurrenz-Spiel“ beherrschen, aber Kooperation ist etwas völlig anderes und dafür gibt es bisher kein Personal. Auch  „Head-Hunter“ müssen (noch) „passen“, bekämen sie Aufträge zur Suche von Managern mit kooperativen Kompetenzen. …      

Die Gestaltungs-Formen im Umbauprozess werden vielfältig sein, die Aufgaben beträchtlich. Unverzichtbar – besonders in der „Umbau-Phase“ ist jedoch, dass die Menschen, die innerhalb solcher Organisationen und Strukturen tätig sind. von Anfang an erleben:

·         Seit wir kooperativ denken und handeln haben sich viele für uns wichtige Interessen bzw. Probleme zum Positiven entwickelt.

Um das zu gewährleisten, muss das in Aussicht gestellte kooperative „Chancen-Potenzial“ - hautnah und praxisbezogen - für alle Teilnehmer am kooperativen Umbauprozess sichtbar und erfahrbar werden. Das könnte leicht zu so etwas wie eine „Herkules-Aufgabe“ werden, sofern geeignete Qualifikations-Institutionen und Berater nicht unterstützend verfügbar sind.

Wer meint, dass ein kooperativer Umbauprozess zeitnah und reibungslos zu hantieren wäre, sollte umdenken. Idealismus und Phantasie werden wichtige Hilfe leisten können, aber für eine erfolgreiche Umsetzung ist viel „kooperative Professionalität“ erforderlich. Und um diese herzustellen, bedarf es entsprechender zeitlicher Vorläufe. …

Diese Beispiele sollen und können lediglich andeuten, welche Vielfalt von Aufgaben sich einer „CoopGo-Bewegung“ stellen, wenn sie es ernst meint, einen kooperativen Umbauprozess unseres Landes aktiv und einflussreich zu gestalten.

Fassen wir das zusammen, so könnte man vielleicht sagen:

·         CoopGo muss zunächst Menschen aus allen relevanten gesellschaftlichen  Bereichen zusammenführen, um gemeinsam die Grundlagen (Bilder) entstehen zu lassen, die für einen gesamtgesellschaftlichen, kooperativen Wandel zugleich relevant und für viele Menschen nachvollziehbar sind. Entscheidend für aktives Mitmachen ist immer, dass sich Mehrheiten damit identifizieren können und sich von einer Idee bzw. deren Konzept angesprochen (inspiriert) fühlen.


CoopGo setzt auf (kooperative)Wissenschaft und Forschung

Wissenschaft und Forschung haben derzeit in Sachen „kooperativer Wandel“ erst wenig anzubieten, um von dort – zeitnah – wesentliche Impulse  zu bekommen. Wir wollen keineswegs die jahrelange Arbeit der –„genossenschaftlichen Forschungsinstitute“ schmälern, aber um einen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess substanziell begleiten zu können, wäre sie sicherlich überfordert, zumal es um wesentlich mehr geht, wie sich „nur“ auf den Genossenschaftssektor zu begrenzen. Aber so waren sind sie aufgestellt und ausgerichtet.
Was es jetzt bedarf ist, „Kooperation“ zu einem integralen Forschungsfeld von fast allen wissenschaftlichen Studienbereichen auszurichten. Nicht nur die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten sind einseitig auf den „Konkurrenz-Modus ausgerichtet.
An fast allen deutschen Hochschulen und Universitäten wurde bisher – zumindest inzident – gelehrt und geforscht, mit einem „Konkurrenz-System“ umzugehen.

Um Habilitationen oder Promotionen zu kooperationswissenschaftlichen Themen zu finden, muss man sich gehörig anstrengen. Die Vermutung ist naheliegend, dass man keine einzige Fakultät in Deutschland finden dürfte, die zumindest kooperative Schwerpunkte in ihre Studienangebote integriert hat oder gar entsprechende Studienabschlüsse anbietet.
Auch hier könnte eine Mitwirkung in der „CoopGo-Bewegung“ Anreiz sein, um im Wettbewerb um die Gunst der Studenten, interessante Vorteile eröffnen. CoopGo wird ein „Forschungs-Institut für Kooperation“ initiieren, das eng mit Hochschulen und Universitäten zusammenarbeiten wird. Professoren und Hochschullehrer, die längst erkannt haben, dass eine „Kooperations- bzw. Miteinander-Gesellschaft“ nicht nur zukunftsfähiger, wie eine „Konkurrenz-Gesellschaft ist“ gibt es durchaus. Was fehlt ist, dass deren Anliegen nunmehr zeitnah zu entsprechenden politische Resonanzen in der Bildungspolitik führt.

Die Zeit, dass Universitäten und Hochschulen, sich bewusst als „Coop-Unis“ ausweisen, wird umso eher eintreten, wie es gelingt, die CoopGo zu einer kraftvollen Bewegung zu entwickeln.


CoopGo soll „Faszination in und für Kooperationen und Genossens-chaften“ erzeugen

Zurück zu den aktuellen Voraussetzungen. Im Vergleich mit anderen europäischen Staaten ist in Deutschland die Gründung und Entwicklung von Genossenschaften eher „bescheiden“. Länder wie Frankreich, Spanien, Italien , Schweiz, etc. haben nicht nur – in Bezug auf die Einwohnerdichte – wesentlich mehr Genossenschaften, auch deren Neugründungen sich erheblich mehr.
Wir wollen dies am Beispiel der Schweiz verdeutlichen:
Würde man die Dichte (bezogen auf die Einwohnerzahl) von Genossenschaften der Schweiz auf Deutschland übertragen, sollte es eigentlich in Deutschland weit über 90.000 (!) Genossenschaften geben. Es gibt jedoch in Deutschland lediglich ca. 8500 Genossenschaften.
Erinnern wir uns, dass es zu Zeiten der Weimarer Republik in Deutschland bereits über 50.00 Genossenschaften gab, erkennt man unschwer: Deutschland ist weit davon entfernt, als „Vorbild“ zu dienen. 
Wir wollen nicht die dafür ausschlaggebenden Gründe weiter thematisieren, sondern lediglich mutmaßen, dass es derzeit einfach keine Art „Sog-Wirkung“ in Richtung Genossenschaften zu geben scheint.
Aber daraus den Schluss zu ziehen, dass in Deutschland kein „kooperativer Handlungsbedarf“ oder gar „kooperatives Desinteresse“ bestünde, wäre falsch und fatal. Genau das Gegenteil ist der Fall. Umfragen – besonders bei Startups – zeigen, dass man Kooperation sehr schätzt und gern – auch unternehmerisch - im „Miteinander“ denkt und handelt.
Woran mag es dennoch liegen, dass Genossenschaften so wenig „Sog-Kraft“ entwickeln? Jährlich werden in Deutschland ca. 280.000 Unternehmen, davon etwa 92.000 Kleinunternehmen neu gegründet. Davon werden lediglich 100 Unternehmen in der Rechtsform einer Genossenschaften gegründet.
Sofern es nicht gelingt, die Ursachen für diesen Widerspruch zu thematisieren und abzustellen, scheint sich diese Diskrepanz zwischen „kooperativer Faszination“ und genossenschaftlicher „Verweigerungshaltung“ nicht aufzulösen.      

Das könnten die Verbände anders sehen, denn einige haben sich ganz gut mit den bestehenden Verhältnissen arrangiert. Ohne zu kritisieren, muss man einsehen, dass es bisher (noch) nicht gelungen ist, so etwas wie eine „Faszination in und für Genossenschaften“ auszulösen. Das Jubiläumsjahr „Raiffeisen-200“ könnte – wenn man wirklich wollte - eine ideale Startbasis sein für so etwas wie „Geno-2.0“. Wird das auch von den Initiatoren schon so gesehen und dann – was wichtiger wäre, auch so getan bzw. genutzt?

CoopGo hat dazu eine klare Position:

·         Gemessen an den Entwicklungen in anderen europäischen Staaten, haben wir in Deutschland einen „qualitativen und quantitativen“ Nachholbedarf. Das ist keine Kritik, aber eine Tatsache, die zugleich herausfordert, denn Genossenschaften ohne „Faszination“ sind erst eine relativ leblose „Kooperations-Hülle“, aber erst eine lebendige „Förder-Gemeinschaft“ der Menschen setzt die vermuten „Kooperations-Energien“ frei, die zu den notwendigen „Kooperations-Vorteilen“ führen. 

Eine der wichtigsten Aufgaben von CoopGo wird es demnach sein müssen, diese Situation zu verändern.

CoopGo – und damit verbundene „CoopGo-Signet“ – stehen für einen Weg, der genau diese „Faszinations-Barrieren“ beseitigen soll.


CoopGo – Eine Bewegung zur Förderung der kooperativen Selbstverant-wortung

Da CoopGo – zumindest ist das derzeit nicht beabsichtigt – kein Verband, sondern eine Bewegung sein soll, setzen wir auf „offene Kooperation“ mit den bestehenden Verbänden im Genossenschaftssektor. Durch Überzeugungsarbeit – so die bereits gesammelten Erfahrungen – sind durchaus zahlreiche Verbände bereit, z.B. mögliche Gründungshürden für Genossenschaften zu überprüfen und abzustellen.
CoopGo wird auf seiner Homepage die Verbände veröffentlichen, die sich den Kernelementen des (vorläufigen) „CoopGo-Kodex“ verbunden fühlen. Diese Verbände erkennt man daran, dass sie das „CoopGo-Signet“ – auf Briefbögen, Homepage, etc. – führen.

Es wäre jedoch missverständlich zu meinen, CoopGo würde Mitglieder in Verbänden, die (noch) nicht zur CoopGo-Bewegung gehören, vom Führen des „Coop-Signets“ ausschließen. Das tut CoopGo ganz sicher nicht. Uns geht es nicht um „stimatisieren“, sondern um „faszinieren“. Wer sich nicht für „Faszination in Genossenschaften“ (einsichtsvoll) begeistern lässt, der würde „CoopGo“ eher schaden als nützen. So macht es durchaus Sinn, auch Genossenschaften, die in Verbänden Mitglied sind, die sich (noch) nicht mit den Ideen von CoopGo verbunden fühlen,  gleichwohl das Führen des „CoopGo-Signets“ zu ermöglichen.

Gleichwohl erwartet CoopGo jedoch von jeder Genossenschaft, die sich pro CoopGo offen bekennt, sich auch den „Spielregeln“ – niedergelegt im jeweils aktuellen Coop-Kodex“ – entsprechend zu verhalten. So etwas ist nur dann zu erreichen, wenn das Führen des „Coop-Signets“ auch zurückgenommen werden kann. Wie dies genau funktioniert, wird derzeit erarbeitet.

Ganz allgemein gilt der Grundsatz:

·         Wer signalisiert, nach den CoopGo-Grundsätzen zu arbeiten. Muss auch gewährleisten, dass dies erfolgt – nach innen und nach außen. Dieser „Vertrauensschutz“ ist unaufhebbar.


CoopGo – Wir fordern ein politisches Kooperations-Signal des Staates

Ein Grund, dass Genossenschaften bisher in Deutschland erst relativ geringe unternehmerische Resonanz gefunden hat, liegt sicherlich auch an der „realpolitischen“ kooperativen „Verweigerungshaltung“ des Staates.
Damit meinen wir z.B. dass es fatal ist anzunehmen, dass sich Kooperation in einem wirtschaftlichen Umfeld angemessen entwickeln könnte, das durchgängig im „Konkurrenz-Modus“ funktioniert. Dies gilt sowohl in Bezug auf das kooperative Verhalten nach innen (Mitarbeiter), den förderwirtschaftlichen Aspekt (Teilhaber), wie auch in Bezug auf das konkrete Marktverhalten.

Die kooperativen „Spielregeln“ konsequent anzuwenden, ist Genossenschaften kaum möglich. Das wird am Thema „Verbraucherschutz“ recht deutlich. Mitglieder in Genossenschaften können – selbstorganisiert – einen wesentlich effektiveren Verbraucherschutz herstellen, als der Staat. Dennoch werden Genossenschaften genauso behandelt, wie andere Rechtsformen. Das mag auf den ersten Blick plausibel sein, ist jedoch auf den zweiten Blick kontraproduktiv und greift – ob bewusst oder unbewusst – in die Autonomie der Selbstorganisation ein.

Wenn Genossenschaften – den staatlichen Regelungen weit überlegene – positive Gestaltungen praktizieren, werden sie dadurch eher „bestraft“, wie belohnt.
So sind z.B. die Mitgestaltungsmöglichkeiten von Teilhaber-Beschäftigten  durchaus denen von „Nicht-Teilhaber-Beschäftigten“ weit überlegen zu gestalten. Doch dafür gibt es keine staatlichen Anreize.
Ähnlich gilt das für viele Bereiche des Wirtschaftens. Eine Genossenschaft, die den Förderauftrag positiv gestaltet, wird dafür keineswegs „honoriert“, z.B. durch Steueranreize. Ganz allgemein gesehen, bedarf es dringend so etwas  wie einen „kooperativen Nachteilsausgleich“ oder einen „kooperativen Gründungsanreiz“. Ganz allgemein geht es darum, dass der Staat zeigt, dass er „Kooperation“ für besonders förderwürdig beurteilt. Die Anreize könnten z.B. in Form von Steuervorteilen bestehen (analog der Körperschaftssteuer-Vorteile für Wohnungsbaugenossenschaften) oder in Form von Fördermittel gewährt werden. Die besondere Förderung von Energiegenossenschaften, zum Erfolg einer „Energiewende“ war beispielgebend dafür, was möglich ist, sofern man wirklich über politische „Lippenbekenntnisse“ zugunsten von mehr Kooperation in Deutschland hinausgehen wollte.
Was spräche eigentlich gegen eine „Kooperations-Wende“. Bedeutsam genug ist das im Ansehen der Bevölkerung allemal, wie die stabilen Umfragewerte zeigen.  Die derzeitige Situation passt eher in das Bild vom „Karpfen im Haiteich“. Kaum jemand würde hier von einem fairen „Wettbewerb“ reden. …


CoopGo – Das WIR organisiert sich selbst: Ein „Coop-Rat“ und ein Coop-Parlament sind wichtige Etappen zur kooperativen Selbstorganisation

Die Arbeit der diversen CoopGo-Initiativen zu koordinieren, politische Initiativen zu organisieren und den kooperativen Entwicklungsprozess zu kommunizieren ist notwendig und unverzichtbar.

Dazu wäre eine Art parlamentarische (Coop-) Struktur eine durchaus angemessene Idee. Ein parlamentarischer Rat bereitete den Gründungsprozess der Bundesrepublik vor. Ihm gehören „Delegierte“ aus Parteien und Gruppen an. Was spräche dagegen, einen „Kooperations-Rat“ einzuberufen, um ein „Kooperations-Parlament“ entstehen zu lassen. Ein kooperativer Wandel würde zweifelsfrei friktionsfreier verlaufen können, wenn es eine institutionalisierte Arbeitsteilung gäbe und eine Kommunikation zwischen politischem Parlament (Bundestag) und Kooperations-Parlament (oder SelbstorganisationsParlament) geregelt wäre.

Schlussendlich wird man nicht daran vorbeikommen, dem Grundgesetz hinzuzufügen, dass „Kooperation“ wichtiger Teil der Zielbestimmung des Staates wird. …
  
 
CoopGo – Eine Signatur, die eine „Identifikation“ und „Energie“ für einen konzertierten  „kooperativen Wandel“ in Deutschland befördern wird

Um zu gewährleisten, dass CoopGo eine Bewegung bleibt, ein modernes „Open Source-Projekt“ ist, das zum Mitmachen auf- bzw. herausfordert, bedarf es zu es zumindest einiger „Erkennungs-Zeichen“.
Dazu dient zunächst das „CoopGp-Signet“. Jeder Mensch, der sich zu der Idee eines kooperativen Wandels in unserem Lande hingezogen fühlt, sollte das auch deutlich machen können.

Um als kooperative Struktur (Genossenschaft, Verein, etc.) in Erscheinung treten zu können, kann auch das CoopGo-Signet auf Briefbögen, auf Homepages, etc. genutzt werden.

Jetzt geht es darum einen CoopGo-Kodex – verbindlich - für Unternehmen und Organisationen gemeinsam zu entwickeln. Die ersten Entwürfe liegen dafür vor; Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Darin sollen kooperative „Mindest-Standards“ festlegt, die allesamt dazu dienen müssen, das zu erzeugen, was die absolute Mehrheit der Menschen unseres Landes wünscht und fordert:

·         In Deutschland engagierte Menschen und Experten aus allen Bereichen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik miteinander zu verbinden.

Nur dann kann das möglich werden, was die Menschen mit großen Mehrheiten und zunehmender Beharrlichkeit fordern:

·         Unser Land braucht – über alle durchaus sonstigen Unterschiede hinweg - eine Allianz der Menschen zum Aufbau einer „Miteinander-Gesellschaft“


CoopGo – Gemeinsam für ein „Deutschland des Miteinanders“

Derzeit wird die „CoopGo-Initiative“ von und über die Redaktion www.genossenschaftswelt.de koordiniert. Eine eigene Homepage ist im entstehen (www.coopgo.de ).

Wer Interesse hat, an den Grundlagen des „kooperativen Umbaus“ unseres Landes mitzuwirken, kann sich dort gern registrieren lassen. Beiträge und natürlich eigene Initiativen, die bereits gestartet sind, werden gern veröffentlicht.

Jetzt bedarf es Mut, etwas Zeit und kreativer Ideen!

Aber es lohnt sich, denn das Projekt ist zweifellos wichtig:

·         Ein dramatischer Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft hat in Deutschland bereits begonnen.
·         Und es ist der Wille der absoluten Mehrheit der Menschen dieses Landes, dass er zu einem kooperativen Umbau genutzt wird.

CoopGo ist Mitinitiator, dass dies gelingen kann. Machen Sie mit, werden Sie Teil dieser CoopGo-Bewegung!  

2017-11-28

FamilienGenossenschaften – Ein dynamischer Trend mit vielen Varianten und interessanten Lösungswegen.


Presseveröffentlichung


DEGP Fachtagung zeigt, dass mittels Genossenschaften sowohl interessante wirtschaftliche, wie auch soziale oder familienbezogene Konzepte zu realisieren sind.

Vielschichtiger könnte es kaum sein, was inzwischen alles unter dem Begriff „Familien-Genossenschaft“ verstanden wird. Die Fachtagung „Familien entdecken Genossenschaften“ des Deutsch-Europäischen Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V. (DEGP) führte Menschen zusammen, deren Beweggründe von großer Spannbreite waren. Bei den einen ging es um „handfeste“ Wirtschaftsthemen, wie Unternehmensnachfolge, Re-Start oder Erbfragen. Bei anderen Interessenten standen wohnwirtschaftliche Lösungen im Vordergrund und wiederum andere waren an sozialen Themen interessiert, wie Kindergärten, Altenpflege oder Wohnbetreuung interessiert …

„Für alles gibt es eine passende genossenschaftliche Lösung“ – mit dieser Aussage eröffnete der Vorstand des DEGP – Gerd K. Schaumann – die Fachkonferenz für Familien-Genossenschaften in Berlin. „Wir sind uns durchaus der Kühnheit einer solchen These bewusst“ – so der DEGP-Vorstand, möchten jedoch vorwegnehmen, dass diese Aussage inzwischen in langjähriger Verbands-Arbeit gut verifiziert wurde. Es ist geübte Praxis unseres Verbandes, nicht zu warten, bis Gründer ihre Unternehmensideen an den Verband herantragen. Der DEGP ist seit einiger Zeit dazu übergegangen, auch aktiv Lösungsbereiche zu identifizieren, Rahmenkonzepte zu entwickeln und für deren Umsetzung geeignete Unternehmer (Vorstände, Mitglieder) zu finden und zu begeistern.

Im Kern wirkt eigentlich jede Genossenschaft wie eine Art „Familie“. Werte wie Vertrauen, Partizipation, Selbsthilfe und Selbstverantwortung sind „familientypisch“. Wer mit so geschärftem Blick durch die Lande geht, wird unschwer entdecken, wo, welche Themen zur (genossenschaftlichen) Lösung anstehen könnten und wie man dazu die passenden Konzeptionen entwickeln kann. Es hat sich im DEGP bewährt, dazu gezielt die „Anwender“ zu finden und zusammenzuführen. Deshalb geht es bei dieser Konferenz auch nicht nur darum, bereits bestehende Konzepte vorzustellen, sondern auch weitere  Menschen dafür zu gewinnen, in eigener Regie bestehende Konzeptionen zu prüfen, diese als „Startup“ umzusetzen.

Zunächst ging es darum, bestehende Projekte aus den Bereichen Kindergärten, Seniorenbetreuung und Schule vorzustellen. Beeindruckendes wurde hier geleistet und darüber berichtet. Die Projekte machten Mut zur Nachahmung. Familiengenossenschaften mit sozialpolitischen Hintergründen, so die Referenten, sind heute gern gesehene Partner von Kommunen und durchaus auch von Unternehmen. Dies ist „Selbsthilfe und Selbstorganisation“, die sofort einsichtig und nachvollziehbar ist. Soziale „Brennpunkte“ sind seit jeher ein Terrain für genossenschaftliche Lösungswege gewesen und werden es bleiben.

Anders jedoch z.B. das Thema „Unternehmensnachfolge“. Hier werden – auch von Kammern und Unternehmensberatungen – genossenschaftliche Lösungen gern ignoriert, so Herr Olaf Haubold, Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt Genossenschaften. Seine Erfahrungen zeigen, dass in Situationen von Unternehmensnachfolge zu wenig „ganzheitlich“ gedacht und gehandelt wird. Dabei geht es längst nicht nur darum, einen gelungenen unternehmerischen „Stabwechsel“ zu organisieren, sondern zugleich auch die mannigfaltigen Interessen der bisherigen Unternehmer und dessen Familie zu berücksichtigen. Haubold erläuterte diese Zusammenhänge anhand von Praxisbeispielen sowohl aus dem Handwerk, wie auch von mittelständischen Industrie- bzw. Dienstleistungsunternehmen. Erfahrungsgemäß sind die Unternehmerfamilien insbesondere an einem reibungslosen Betriebsübergang interessiert, der auch die Vermeidung erbschaftsteuerrechtlicher Aufwendungen optimal berücksichtigt. Die Empfehlung von Haubold war für alle Teilnehmer leicht einsichtig und nachvollziehbar: Das Thema Unternehmensnachfolge sollte bereits längere Zeit vor dem eigentlichen Wechsel thematisiert und von den Familien mit besonders qualifizierten Berater geplant werden. So können Lösungen erarbeitet werden, die alle beteiligten Parteien zufrieden stellen. Haubold erläuterte Beispiele, wie  mittels einer familiengenossenschaftlichen Lösung alle Interessen in Einklang gebracht werden können und so „SmartCoop-Lösungen“ möglich werden. Seine Empfehlung: Wirklich intelligente Lösungen benötigen eine 360o-Sicht. Die gesicherte unternehmerische Betriebsfortführung ist ebenso wichtig, wie die gesicherte Vermögenssituation der Familie.

Herr Frank-P. Evertz, Genossenschaftsberater, konzentrierte sich auf den Aspekt Erbrecht. Nicht selten, so Evertz, sind die starren gesetzlichen Vorgaben des Erbrechts unzureichend, um optimal die Interessen der Erblasser und Erben zu synchronisieren. Hier bieten genossenschaftliche Lösungen oftmals interessante Lösungswege – auch in Verbindung mit einer genossenschaftlich strukturierten Unternehmensnachfolge. Da Erbrecht und Steuerrecht quasi eng ineinander verzahnt sind, bedarf es der Einbeziehung von qualifizierten Steuerberatern. Es macht wenig Sinn, genossenschaftliche Lösungen zu präsentieren, die steuerlich zu ungewollten Belastungen führen. Nicht selten kann eine Wohnungsbau-genossenschaft hierbei interessante Perspektiven eröffnen.

Der DEGP Vorstand wies darauf hin, dass der Verband eine Fachgruppe „Familiengenossenschaft“ gegründet hat, der spezialisierte Unternehmensberater, Genossenschaftsberater, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Fachjuristen angehören, die sowohl genossenschaftliche Lösungen – unterstützend – entwickeln, wie bestehende Lösungen genossenschaftlich optimieren helfen.

Anfragen können per Mail an info@menschen-machen-wirtschaft – Stichwort Familiengenossenschaft – gerichtet werden.

Wegen des großen Zuspruchs wurde beschlossen, weitere Konferenz zum Thema „Familiengenossenschaften“ auf Ebene der Bundesländer durchzuführen.
      


2017-11-24

Institut der Kooperationsforschung (IDKF) und WirKraft-Forschungsinstitut (WKFI) vereinbaren „Forschungs-Coop“.


Auch in der Wissenschaft sollten Kooperationen keine Ausnahme, sondern eher Selbstverständlichkeit  sein. Dies gilt vor allem dann, wenn sich bestimmte Arbeitsbereiche „synchronisieren“ und gemeinsam effektiver durchführen lassen. Am besten funktioniert das, wenn dabei die bisherigen Arbeitsfelder möglichst eigenständig erhalten bleiben.
Ausgehend von diesen Prinzipien hat sich der „Forschungs-Coop“ WirKraft-Forschungsinstitut und Institut der Kooperationsforschung vollzogen.

Das Institut der Kooperationsforschung (IDKW) ist eine eigenständige und unabhängige Einrichtung im Rahmen des MMW Bundesverbandes der Cooperationswirtschaft e.V., MMW ist zugleich Spitzenverband für Genossenschaften und Dachverband für ganzheitliche Kooperationswirtschaft.

IDKF übernimmt eine Beratungsfunktion für die „CoopGo-Bewegung“ und ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates von „GenossenschaftsWelt“.

Erklärte Ziel der neuen IDKF-Struktur ist insbesondere  eine  Vernetzung  nationaler und internationaler, staatlicher und privater Einrichtungen im Umfeld der Kooperationswissenschaften.
Außerdem soll – neben Forschungsaspekten – auch die verstärkte praxisnahe Anwendung und Umsetzung von Kooperationsprojekten einen besonderen Stellenwert bekommen.
IDKF wird sich auch bei innovativen  Reformprojekten beratend einbringen. Neben „CoopGo“ und „We-Q“ sind dies auch spezielle Projekte mit kooperativen Schwerpunkten aus den Bereichen „Startups“,Social Entrepreneur-Ship“, „Entredonneur-Ship“, etc.
IDKF unterstützt auch bei der konzeptionellen Entwicklung neuer WirKraft-Kooperations-Systeme für und in Unternehmen, Vereinen, Parteien und anderen Organisationsformen.  Die Rechtsform der Genossenschaft ist sicherlich dabei – nach wie vor – wichtiger Bezug der Arbeit.
Sowohl WirKraft-Forschung, wie auch IDKF sind jedoch auf Rechtsformen nicht festlegt. Im Mittelpunkt steht stets das Interesse für „Erfolg in und mit Kooperationen“ und das Entwickeln von überzeugenden „Bildern“ (Projekten) die zeigen, dass Kooperationen stets die Prinzipien von Selbstvérantwortung, Selbstvertrauen, Selbstorganisation und Selbsthilfe integrieren muss und die Interessen der teilnehmenden Menschen berücksichtigt sind. Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit sind für Kooperationen wichtiger Bestandteil. Zusammengefasst stehen IDKF und WKFI für: „Faszination – Kooperation“.
Weitere Informationen zu IDKF: www.idkf.de   

            

2017-11-14

VitalCoop – CoopGo – WeQ. alles ist dabei : Das Beispiel „Zeolith-Projekt“ zeigt gut, wie aus den „alten“ Genossenschaft-Werten wertvolle „WirKraft-Vorteile“ entstehen können.


Worum geht es?

Zeolith ist nicht nur „einfach“ ein Naturprodukt (Vulkangestein), sondern ein Naturprodukt mit schier unglaublicher Wirkung, in fast allen Bereichen des Lebens. Es dient – ganz allgemein gesagt – zum „Re-vitalisieren“. Und das nicht nur für Menschen. Auch vorteilhafte Nutzungen für Tiere, Böden und viele andere Anwendungsformen, wie Beseitigung von Geruchsbelastungen oder sogar der Ersatz für Salz als Streumittel, usw. sind möglich.

Irgendwie scheint Zeolith so etwas wie ein „Breitband-Allrounder“ zu sein.

Aber Zeolith hat einen entscheidenden Nachteil:

  • Zeolith ist bisher kaum öffentlich bekannt.

Manche vermuten, dass das einen – nachvollziehbaren - (wirtschaftlichen) Grund haben könnte:

  • Denn je mehr Menschen erkennen, wozu dieser „Breitband-Allrounder“ fähig ist, umso weniger könnten all die „chemischen Problemlöser“ (der Industrie) teuer verkauft, zur Anwendung kommen.

Das könnte auch der Grund sein, weshalb Zeolith – bis heute – eigentlich keine wirkliche „Lobby“ hat.

Das sollte jetzt umgehend geändert werden!

Weil MMW alle sinnvollen Formen von „VitalCoops“ unterstützt, ist es nachvollziehbar, sich auch an der Gründung eines „Zeolith-Verbandes“ zu beteiligen.

Die Gründung eines „Zeolith-Verbandes“ ist als solches bereits wichtig genug, denn nur so kann der Nutzen von Zeolith vielen Menschen schneller näher gebracht werden.

Aber es gibt noch einen weiteren, wichtigen Beweggrund, dass MMW sich an einem solchen Projekt beteiligt:

Zeolith könnte hervorragend als Beispiel dafür dienen, welche „WirKraft“ zu entfalten ist, wenn man die genialen Kernüberzeugungen der Genossenschaftsgeschichte, wie:

  • Selbstverantwortung
  • Selbstorganisation
  • Selbsthilfe
  • Selbstbewusstsein

zur Entfaltung bringt.

Dies waren die Grundtugenden der Genossenschaftspioniere, wie Raiffeisen und Schulze-Delitzsch.

Sie haben die Menschen ermutigt, ihr „Schicksal“ selbst in die Hand zu nehmen und das zu tun, was für „s i e“ richtig und nützlich war und nicht was die bestehenden wirtschaftlichen Interessengruppen ihnen zugestehen wollten.

Und wie wir alle wissen, war genau dieser Ansatz sehr erfolgreich!

Eine Ähnlichkeit mit dem Thema „Zeolith“ ist unverkennbar:

  • Seit Jahren berichten im „Netz der Dinge“ (Internet) Menschen und Wissenschaftler über geniale Erfolge mit Zeolith. Sie berichten von großen Vorteilen für Menschen, Tiere Böden und alle Bereiche der Natur.

Wäre dies nicht längst Grund genug gewesen, dass man seitens der Politik alles dran gesetzt hätte, diese Vorteile zu erforschen?

Merkwürdig, dass das nicht geschehen ist – oder?

Welche Wirtschaftsgruppen könnten vielleicht ein Interesse gehabt haben, dass solche Erkenntnisse nicht zustande kamen?

Das könnte neben der Pharma-Industrie (und deren Nutznießer) z.B. auch die Düngemittel-Industrie (und deren Nutznießer) sein.
Pillen und Kunstdünger verkaufen sich zweifellos besser, wenn es keine Alternativen zu geben scheint.

Das ist das Teil des „Spiels von Konkurrenz in Aktion“.
Und die Politik scheint stets mitzuspielen – bewusst oder unbewusst!

Wir sprechen davon, dass „MENSCHEN – für MENSCHEN die Wirtschaft MACHEN“. Und wir sprechen zugleich davon, dass dies kooperativ, also im Miteinander geschehen sollte.

Deswegen liegt es nahe, die genialen Kerninstrumente der Genossenschaftsentwicklung in Sachen „Zeolith“  jetzt in Wirkung zu bringen:

Wenden wir die Prinzipien Selbsthilfe-Selbstvertrauen -Selbstorganisation – Selbstbewusstsein jetzt praktische an, so könnte das heißen:
 
  • Die einen Menschen probieren den Nutzen von Zeolith für gesunde Pflanzen aus,
  • die anderen für gesunde Tiere 
  • die Nächsten testen die Verbesserung des Bodens,
  • und wiederum andere testen das Stallklima

Weitere „Felder“ sind sicherlich ebenfalls zum Testen angesagt:

·         Geruchsbelastungen (Gülle, Deponien, Wohnung) oder der Ersatz von Salz als Streumittel im Winter, etc.

Wer zusätzlich intensiv im „Netz der Dinge“ recherchiert, wird schnell selbst erkennen können, über welche positive Erfahrungen Menschen in Sachen Zeolith berichten – aus allen Bereichen! …

Nochmals an die Erfolge in Sachen Genossenschaften erinnernd:

·         Statt zu warten, bis irgendwelche politische Regungen erfolgen, beginnt man selbst sich zu informieren, zu organisieren und im eigenen Interesse zu handeln.

So gesehen könnte Zeolith dazu dienen – wie vor ca. 200 Jahren die selbstorganisierte Genossenschaftsentwicklung – wiederum etwas epochal wichtiges in  Bewegung zu bringen. …

Nennen wir diese Bewegung vielleicht „VitalCoop“ oder schlicht praktische Wahrnehmung von „Selbstverantwortung für Mensch und Natur“

Genossenschaftler ahnen, dass es sich auch unter „Förderzweck-Vorteilen“ lohnen könnte, gemeinsam mit ihrer Genossenschaft zu prüfen, ob sogar mittels Zeolith der „Förderzweck“ intensiver gestaltet  werden könnte. …
Die genossenschaftliche Landwirtschaft hat bereits damit begonnen, wie die Themen „Gülle“, „Düngung“, „Tiergesundheit“ und „Bodenverbesserung“ zeigen.

Der (umfassendere) „Fördervorteil“ für die genossenschaftlichen Mitglieder könnte in der Landwirtschaft  z.B. so aussehen:

·         Kostenersparnis für Wirtschaftsdünger
·         Mehr Akzeptanz in der Bevölkerung, wenn Geruchsbelästigungen nachlassen (Gülle) und vermutlich das Grundwasser unbelastet bleibt

In anderen Genossenschafts-Bereichen könnte der Förderzweck z.B. eher in Richtung Gesundheit gehen. Neben der natürlichen und preisgünstigen „Entgiftung“ der Menschen, sollten auch Haustiere, Gärten und Pflanzen von Interesse sein.

Sie haben Recht, jetzt drängt sich folgende Frage auf:

  • Woher bekomme ich dieses Zeolith, natürlich in guter Qualität, preisbewusst und mit „Bedienungsanleitung“?

Der Zeolith-Verband ist auf den Weg gebracht und wird mittels eines „Zeolith-ABC“ zu Nutzen und Anwendung informieren. Wissenschaftliche Fachkompetenz (Fachbeirat) und ein Netzwerk von Labors bereiten die Qualitätssicherung vor. Ein Gütesiegel ist in Vorbereitung.

Und die Bezugsquellen?

Die finden Sie ebenfalls bereits im „Netz“. Geben Sie einfach mal den Begriff „Zeolith“ ein. ….
Dort können Sie Zeolith – in kleineren Mengen – für den menschlichen Bedarf bekommen, gleich ob naturbelassen oder als „Medizinprodukt“.

Mit der Firma „Froximun AG“ – sie bietet ein breites Sortiment Zeolith-Produkte als Medizinprodukt an – haben wir einen Kooperationsvertrag geschlossen, der gute Preisvorteile für unsere Mitgliedverbände und deren Mitglieder bietet.  

Die Angebote im Netz sind lediglich auf kleine Mengen ausgelegt.

In der Landwirtschaft, für Gärten, Obst- oder Weinplantagen, für Tiere und Böden, sowie als Streumittel, werden jedoch größere Mengen benötigt.

Auch daran ist gedacht, deshalb hat sich MMW auch an der Gründung einer „Zeolith-Handelsgenossenschaft“ beteiligt.

Zoelith-Verband und Zeolith-Handelsgenossenschaft sind für MMW wichtige „strategische Partner“, um zu zeigen, wie sinnvoll und wirksam „VitalCoops“ funktionieren können, wie das „WIR“ zur Entfaltung seiner „WirKraft“ kommt, und wie „Selbstorganisation“ und „Selbstverantwortung“ praktisch funktionieren, in einer Welt, in der immer mehr Menschen nach immer mehr „Wir-Qualität“          (We-Q) suchen und diese nutzen möchten.

Neue Studien zeigen, dass ca. 86% der Menschen in Deutschland lieber in einer Welt des „Miteinanders“ leben möchten, statt in einer Welt der Konkurrenz und des Gegeneinanders.

Wir haben gezeigt, wie „WirKraft-Felder“ sich z.B. bei einem so sinnvollen und wertvollen Produkt, wie „Zeolith“ erzeugen lassen und funktionieren könnten.

Wen es interessiert, wie „einfache“ Produkte – auch gegen erhebliche Widerstände sich durchsetzen können, der sollte mal unter dem Stichwort „Teekampagne“ im Internet suchen.

Statt von einer „Zeolith-Kampagne“ sprechen wir lieber von einem „VitalCoop“ oder dem „ZeoPlan“.

Weshalb?

Die „Teekampagne“ war ein „Startup“ für „Entrepreneur-Ship“, also für „Einzelunternehmer“.
Ein „VitalCoop“, wie der „ZeoPlan“ ist ein Startup für „Kooperierer“.

Und weil dabei auch eine Menge Lebens-Qualitäts-Vorteile in die Gesellschaft zurückfließen werden, nennen wir das – sofern man dafür ebenfalls ein (wirtschaftliches) „Modewort“ kreieren möchte – „Entredonneur-Ship“.

Wie dem auch sei, jetzt geht es ums MitMachen, um die Übernahme von Selbstverantwortung und „Mut zum Ausprobieren“.

MMW hofft, dass der „VitalCoop Zeolith“ nicht nur viele Nutzer hat, sondern auch in andere Bereiche ausstrahlt, quasi als „Vorbild“ für ähnliche Projekte wirkt.

Wer Leben und Gesellschaft so verändern will, dass sich Wirtschaft mit Sinn und Qualität vereinen, kommt an mehr Selbstorganisation,  Selbsthilfe und Selbstverantwortung eigentlich nicht vorbei.

Wer lediglich auf Politik „wartet“, gibt seine „Verantwortung ab“ und es bleibt alles irgendwie unbefriedigend.

Das ist keine Wertung, nur der Hinweis, dass man dann auch mit Ergebnissen, die man nicht mag, zu Recht kommen muss, wenn man nicht zum (selbstorganisierten) Handeln übergeht. …


2017-09-27

Das Beispiel „ZeoPlan“ - Genossenschaften übernehmen ganzheitlich Verantwortung für Menschen, Leben und Umwelt.




MMW und DEGP sehen „VitalCoop“ und „Vital-Faktor“ als wichtiges Unterscheidungskriterium zur Konkurrenzwirtschaft.

Fast 22 Millionen Menschen in Genossenschaften, über 600.000 Vereine, fast 50 Mio. Menschen in Kirchen und Religionsgemeinschaften, über 1,3 Mio. Menschen Mio. Menschen in Parteien, die Republik ist ein riesiger „Coop“ . Auch die ca. 39 Mio. Menschen in Unternehmen wirken bereits – meist noch unbewusst – kooperativ. Zusammengefasst kann man sagen: Deutschland ist ein Land der Gruppen-Coops. Es lohnt sich der Frage nachzugehen, wie es um die Vitalität der Menschen in diesen Gruppen steht, bzw. wie bewusst sich bereits diese Institutionen um die Vitalität ihrer Gruppenangehörigen bemühen.

Im Genossenschaftsbereich scheint dies noch zu wenig ausgeprägt zu sein. Diese Lücke gilt es zu schließen, so Gerd K. Schaumann (Vorstand MMW Bundesverband der Cooperationswirtschaft e.V.) Mit einer entsprechenden Fachtagung sollte das Bewusstsein in Richtung von mehr „Vitalität“ geschärft werden.

Die  Auftaktveranstaltung von MMW – in Gemeinschaft mit dem DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- und Prüfungsverband e.V. - richtete sich zunächst an Genossenschaften. Weitere Veranstaltungen werden für Vereine, etc. folgen.

Das Thema der Veranstaltung lautete entsprechend: „Den Vital-Faktor in Genossenschaften bewusst machen und fördern“.

Dabei ging es vor allem um die Besonderheit von Genossenschaften, aufgrund der  gesetzlichen Pflicht - $1 GenG – zur Förderung ihrer Mitglieder.
Festgestellt wurde in den Eingangs-Referaten zunächst, dass - ein weit verbreiteter - Irrtum besteht, dass die Mitglieder-Förderung sich lediglich auf den satzungsmäßigen Unternehmensgegenstand bezieht. Auf den Punkt gebracht, heißt „Förderung“ jedoch:

Alles, was die Mitglieder zu fördern beschließen, ist Teil des Förderauftrags einer Genossenschaft.

Damit war deutlich, dass jede Genossenschaft – sofern es die Mitglieder beschließen und es nicht bereits in der Satzung enthalten ist, jederzeit quasi den „Vital-Faktor“ aktivieren kann.
Und, dass so etwas Sinn macht, darüber berichteten zahlreiche Vertreter von Genossenschaften.
Der Wille allein, reicht jedoch offensichtlich nicht aus, denn die Steuerbehörden haben offensichtlich Schwierigkeiten so etwas steuerrechtlich nachzuvollziehen.

Ein Aufsichtsrat einer Genossenschaft formulierte das so:

Wären unsere Mitglieder Maschinen, wäre es einfacher, denn dann könnten wir problemlos „Pflege- und Materialaufwand“ in die Kosten buchen. Was zunächst nicht nachvollzogen wurde, klärte sich auf. Eine Genossenschaft hatte den „Vital-Faktor“ bereits in Aktion gebracht, indem sie für ihre Mitglieder und Mitarbeiter „BioKost“ zum Verzehr während der Arbeitszeit einkaufte. Das Finanzamt lehnte sowohl die Erstattung der Umsatzsteuer, wie auch das Einbuchen als Kosten ab. Die recht lapidare Antwort lautete, dies seien keine Betriebskosten. …

Dem Vorgang – so waren sich alle Anwesenden einig – muss nachgegangen werden, weitere Genossenschaften sollen ermuntert werden, ähnlich zu verfahren. Erst dann, wenn das Problembewusstsein geschärft ist, so ein Vorstand, kann sich eine solche „Steuersicht“ ändern. Dass dieser Vorgang längst nicht nur Thema von Genossenschaften ist, zeigten auch Hinweise auf andere Unternehmensformen.

Man entschied zunächst, sich darauf zu verständigen, zwischen einem „aufwandsbezogenen“  und einem „gruppenbezogenen“ Förderzweck zu unterscheiden.
Damit wurde gut verdeutlicht, dass „Fördern“ in einer Genossenschaft oder Gruppe nicht unbedingt zu (geldwertem) Aufwand führen muss, sondern es zahlreiche andere (Vital-) Vorteile für Mitglieder /Beschäftigte geben kann.

Ein entsprechendes Beispiel für einen VitalCoop stellte Detlev H. Köhler – bei MMW für den neu eingerichteten  Bereich „Menschen Machen Gesundheit“ zuständig – vor:

Das Projekt „ZeoPlan“.

Bei „ZeoPlan“ geht es um den Einsatz des Naturproduktes ZEOLITH. Dies ist Vulkangestein, dem eine enorm große Wirk-Breite zur Vitalisierung von Menschen, Tieren, Böden, etc. zugeschrieben wird. Zeolith ist trotz vorliegender Belege in der Bevölkerung (noch)  weitgehend unbekannt. Besonders positive Eigenschaften entwickelt Zeolith zur „Entgiftung“.

Weithin unbekannt ist auch, dass tausende von Tonnen Zeolith bei den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl, Fukushima und Harrisburg zur Dekontaminierung eingesetzt wurden

Für Köhler und eine Gruppe von Wissenschaftlern war dies Grund genug, um zu diesem Thema weiter zu forschen.

Die Ergebnisse waren „erdrückend“ positiv. Zeolith, so Köhler kann heute als so etwas wie eine „Grundlage zur Vitalisierung“ gesehen werden, besonders wegen seiner besonderen Fähigkeit, zur „Entgiftung“.
Er sieht insbesondere folgende „Vital-Bereiche“ für Zeolith:

·         Menschen (Darmsanierung, Entgiftung)
·         Landwirtschaft(Bodenverbesserung, Gülle, Tierfutter, Stallklima, Streu)
·         Obst- Gemüse- und Weinanbau (Bodenverbesserung, Schimmel-reduzierung)
·         Wohnen, Haushalt (Schimmelreduzierung, Geruchsneutralisierung, Fleckenentfernung, etc.)
·         Streusalzersatz, etc.

Das ließ die Idee zur Gründung einer Einkaufs- und Handelsgenossenschaft für Zeolith und Naturstoffe (Bentonit, etc.). reifen, das „Projekt ZeoPlan“.
Das Ziel der Genossenschaft:
Zeolith zu angemessenen Preisen, in hoher Qualität, zertifiziert, in größeren Chargen vor allem für Wiederverkäufer und Großabnehmer verfügbar zu machen.

Gerd K. Schaumann verglich das Projekt „ZeoPlan“ mit der erfolgreichen „Teekampagne“ von Prof. Faltin. Auch dort ging es darum, mit einfachen Mitteln, eine Idee zu realisieren, in deren Mittelpunkt vor allem die Nutzer standen. Damals, wie auch heute bei „ZeoPlan“, gibt es nicht nur „Unterstützer“, denn es steht viel auf dem „Spiel“, vor allem für diejenigen, die eher Medizin oder Dünger verkaufen wollen.

MMW – so der Vorstand – unterstützt begrüßt diesen Startup besonders deshalb, weil er zeigt, was in Kooperation alles zu bewegen ist und dass Kooperation zugleich „Wertebezug“ bedeutet. Der MENSCH steht – nach innen und außen - im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Aktivität und der Coop ist sich seiner Verantwortung gegenüber Leben und Umwelt bewusst.
Gerd K. Schaumann fasst das Ergebnis der Veranstaltung zusammen:

„Moderne Genossenschaften und Kooperationen in vielfältigster Form sind die „Boten“ für eine Wirtschaft des Miteinanders. Wir sind auf gutem Wege zu zeigen, dass der Dominanz von Denken und Handeln im „Gegeneinander“ (Konkurrenz) in Wirtschaft und Gesellschaft, nunmehr Menschen und Institutionen eine wahre Option (Auswahl) angeboten wird.

Wir sind sicher, dass solche Beispiele wie „ZeoPlan“ dazu beitragen, das Bewusstsein für (noch) mehr Selbstverantwortung und Selbstorganisation zu erhöhen.
„VitalCoop“ ist zugleich ein wichtiges Element des WirKraft-Konzeptes, weil damit noch klarer wird, dass der Mensch ganzheitlich im Mittelpunkt des Geschehens steht. VitalCoop ist deshalb auch für Vereine und jede Form von Gruppen (Unternehmen, Kirchen, Parteien, etc.) eine interessante Sichtweise, um Attraktivität und „SogKraft“ zu steigern. Jede Erhöhung des „Vital-Faktors“ in einem Unternehmen wird nicht nur dazu beitragen können, Krankenstände zu reduzieren und Sozialkassen zu entlasten, sondern auch das Betriebsklima befördern. „VitalCoop“ als Marketinginstrument? Worum eigentlich nicht …       

www.menschen-machen-wirtschaft.de                                      September 2017